Nachricht vom 12. Oktober 2026

DGCH Organspendelauf: Chirurginnen und Chirurgen spenden für transplantierte Kinder

München/Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH) hat 3 gemeinnützigen Organisationen, die sich im Bereich Kindertransplantation engagieren, jeweils 8.333 Euro gespendet. Die Schecks überreichte DGCH-Präsident Professor Dr. med. Jens Werner im Rahmen der DGCH-Herbstpräsidiumssitzung am Freitag, den 9. Oktober 2026, im Münchener Hotel Platzl. Die Spendengelder stammen aus einem Teil der Startgebühren des diesjährigen DGCH Organspendelaufs, der anlässlich des Deutschen Chirurgie Kongresses DCK im April 2026 in Leipzig stattgefunden hatte.

Folgende Organisationen werden mit Spenden jeweils in Höhe von 8.888,88 Euro bedacht: die Kinderhilfe Organtransplantation (KiO) – Sportler für Organspende e.V., die Rudolph Pichlmayr-Stiftung und Junge Helden e.V. „Alle drei Organisationen setzen sich in vorbildlicher Weise für Organspenden und für Kinder und Jugendliche ein, denen dank gespendeter Organe ein neues Leben geschenkt werden kann“, sagt DGCH-Präsident Werner. Das Engagement für Organspenden dürfe nicht abreißen, so Werner. „Jedes Jahr sterben hunderte Menschen, weil sich kein passendes Transplantat findet“, bedauert der DGCH-Präsident. Am 31. Dezember 2025 standen insgesamt 8.202 Menschen in Deutschland auf der Warteliste für ein Spenderorgan; demgegenüber belief sich im Jahr 2025 die Zahl der bundesweiten Organspenderinnen und Organspender auf lediglich 985 – auch wenn es gegenüber 2024 ein leichtes Plus von 3,4 Prozent zu verzeichnen gab. Zentrales Anliegen des DGCH Organspendelaufs ist es daher, die Organspende stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.

Daran beteiligen sich national und international inzwischen jedes Jahr mehrere Tausend Menschen: Am 23. April 2026 nahmen 280 Läuferinnen und Läufer am Präsenzlauf vor Ort im Leipziger Clara-Zetkin-Park teil, weitere fast 3000 Personen gingen weltweit beim virtuellen Lauf an den Start. Erneut absolvierten auch prominente Sportler und Betroffene, denen Organe transplantiert wurden, die Strecke. Der jährliche Organspendelauf wird seit 2019 von Professor Dr. med. Matthias Anthuber organisiert, Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie am Universitätsklinikum Augsburg, und findet abwechselnd in Leipzig und München statt.

Vor dem Hintergrund des anhaltenden Organmangels setzt sich die DGCH für die sogenannte Widerspruchslösung bei der Organspende ein, über die der Bundestag derzeit erneut berät. Bei der Widerspruchslösung gilt jeder als Organspendender, der nicht zu Lebzeiten widersprochen hat. In vielen EU-Ländern gilt die Widerspruchslösung bereits, unter anderem in Frankreich, Irland, Italien, Österreich, den Niederlanden und Spanien. Dort ist das Spendenaufkommen deutlich höher. „Die Beschäftigung mit dem Thema, die Entscheidung pro oder contra Organspende, ist auch uns zumutbar“, betont DGCH-Generalsekretär Professor Dr. med. Thomas Schmitz-Rixen. Ein Widerspruch gegen eine Organspende soll jederzeit möglich sein und muss nicht begründet werden – das Prinzip der Freiwilligkeit zur Spende bleibt bestehen.

Weitere Informationen rund um den Lauf sowie aktuelle Videos und O-Töne vom Organspendelauf 2026 finden Sie hier: https://www.organspendelauf.de/.

Bei Veröffentlichung Beleg erbeten.

Inhalt 1:1 übernommen von der bisherigen Seite auf dgch.de (Stand 17.10.2026).